„Management ist Wandel“

Man braucht Führungskräfte nicht wirklich für die Verwaltung & Abarbeitung der Aufgaben im Rahmen des Status Quo. Das machen unsere Mitarbeiter, meist besser als Manager das je könnten. Letztere werden gebraucht für das Weiterentwickeln der Art & Weise WIE die Arbeit gemacht wird. Das geht am Besten mit etwas Distanz, die man einnehmen muss, um Veränderungsbedarfe zu erkennen (Aber: Gutes Management gelingt nur wenn man hautnah dran ist am Geschehen, ohne Distanz, mit Dreck unter den Fingernägeln. Nur nicht beim Bewerten der nötigen Weiterentwicklung).
Wandel ist kein Selbstzweck. Er passiert einfach, dauernd, und wartet auf niemanden. Manager nutzen ihn, treiben ihn an, müssen ihn im Blick haben, beeinflussen ihn – aber was sie TUN müssen ist die zu leistende Arbeit & die Arbeitsweise ständig weiterzuentwickeln. WIE das dann gemacht werden kann, wissen wiederum die Mitarbeiter als direkt betroffene ggf. am besten.
Führungskräfte, die spontan lang und breit erklären warum etwas nicht geht, verschwenden (meine) Zeit. Unser Hauptdaseinsgrund ist das andauernde Vorantreiben, das sollte man komplett verinnerlicht haben und mögen. Ich bewerte Führungskräfte immer danach wie sie mir bei dieser Aufgabe helfen. Nur wer im Nachdenken über den Wandel die Grenzen immer wieder verschiebt, wird dies auch bei der späteren Umsetzung (= 99% der eigentlichen Arbeit) tun.

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„If you fail to plan you plan to fail“

Damit ist schon fast alles gesagt. Es gibt ja immer wieder Managementmoden die durch’s Dorf gejagt werden, aber gute Planung ist durch nichts zu ersetzen. Die gelingt nur mit Zeit: rechtzeitig planen, sich für die Planung genug Zeit nehmen, Alternativen in Ruhe betrachten, bewerten.
Zu oft wird husch-husch etwas aufgesetzt, und wenn es dann knallt waren es die anderen. Ich nehme mir immer die Zeit, lasse einen Plan auch mal eine Weile liegen um ihn mit frischem Blick nochmal zu betrachten. Habe das auf die harte Tour gelernt, ie nämlich nix/kaum sauber geplant und war das anschliesende, unausweichliche Theater irgendwann einfach satt. Die Zeit dafür muss man sich nehmen = holen = freiboxen, die will einem keiner gewähren, weil alles ja immer eilig ist..
Wenn die Hektik am grössten ist muss die Führungskraft kühlen Kopf bewahren und alles Wesentliche im Blick behalten. Ohne einen Plan = klare Idee, was passieren soll, ist das nicht möglich. Es passiert in der Umsetzung des Planes ohnehin genug unvorhergesehenes, das natürlich auch angegangen werden muss, iSv „Shit happens“ – ohnehin.

Warum den Blog?

Mir macht mein Job richtig Spass. Seit mehr als drei Jahrzehnten am Limit und oft genug drüber.
Der Punkt: Eigentlich sind wir für unsere Arbeitswelt nicht wirklich gemacht. Wir wissen das, machen es aber trotzdem. Na klar.
Der zu zahlende Preis ist oft die Gesundheit.
Ich bin mit ungünstigen Vorzeichen (Morbus Scheuermann nannte man das) ins Berufsleben gestartet und habe mir meine heutige Standfestigkeit Stück für Stück erarbeitet; bin heute vermutlich fitter als die meisten meiner Altersgenossen. Da waren harte Erlebnisse dabei, und ich habe sehr viel von anderen gelernt. Zusammen mit dem Sport habe ich Zug um Zug auch meine Managementkenntnisse erweitert, verfeinert und ausgebaut.
Da ich überzeugt bin dass man nicht jede Erfahrung selber machen muss, schreibe ich meine auf – wozu mich, wie gesagt, ein Freund ermutigt hat.

Ich werde mich kurz fassen, bin für Anregungen immer dankbar und würde mich freuen wenn wir in’s Gespräch kämen. Werde den Blog nicht sortieren sondern eher aus dem im Alltag Erlebten ziehen, so wie es halt kommt. Ich arbeite in der Autobranche und werde Beispiele von dort nutzen – aber über den Tellerrand schauen. Vieles stammt gar nicht von mir, will mich nicht mit fremden Federn schmücken; wo bekannt werde ich die Herkunft natürlich nennen.
Versuchen wir es. Morgen geht es los